Die Regionsverwaltung hat ihr Raumordnungsprogramm im Jahre 2015 überarbeitet und den Trägern öffentlicher Belange (u.a. Städte und Gemeinde) zur Stellungnahme zugeleitet. In diesem Jahr wurde der Entwurf in der Region überarbeitet und ebenfalls den Städten und Gemeinde zugeleitet unter Festsetzung einer Frist.

Im neuen RROP sind plötzlich Veränderungen an der Festsetzung von Vorranggebieten für Windkraftanlagen (WA) vorgenommen worden. So wurde die größte Fläche für WA in der Region Hannover mit mehr als 400 Hektar zwischen Hiddestorf, Pattensen und Lüdersen plötzlich in den Entwurf eingearbeitet und bisher geplante kleinere Flächen in anderen Gemeinden aus dem Plan genommen. Der Abstand des Vorranggebietes bis zur Lüderser Bebauung soll gerade mal 820 Meter betragen. Auch erweitert werden soll das Gebiet für WA zwischen Gestorf und Bennigsen. Es soll in westlicher Richtung bis zu den Bahnschienen reichen. Damit ist das Gebiet der Stadt Springe flächenmäßig mehr als jede andere Kommune in der Region betroffen.
In Lüdersen regt sich nun Widerspruch gegen das Vorranggebiet bis nahe an die Ortsbebauung.
Die örtliche CDU hat dazu in der vorletzten Juliwoche eine Info im Ort verteilt und auf die Möglichkeit des Protestes durch begründete Eingaben an die Region durch Privatpersonen hingewiesen. Für den 26. Juli hatte die Lüderser SPD zu einer Bürgerversammlung in das Gasthaus Alexandros eingeladen. Bei der Veranstaltung sollten Möglichkeiten der individuellen Einwendungen durch Lüderser besprochen werden.


Michael Buckup hatte sich zu dem Thema gut vorbereitet und die möglichen Nachteile des Vorranggebietes vorgetragen.
Aus Hannover war Regionspräsident Hauke Jagau und Nina Buhr vom Team Regionalplanung erschienen. Beide erklärten die Notwendigkeit der Festlegung von Vorranggebieten aus rechtlichen und planerischen Gründen und verteidigten die Planung für das Gebiet und die geringe Entfernung bis zur Lüderser Bebauung.
Nach ihren Ausführung entwickelte sich eine lebhaft Diskussion, in der es überwiegend um den geringen Abstand von 800 Metern und den sich daraus ergebenen gesundheitlichen Gefährdungen für einen großen Teil der Lüderser Einwohnerschaft sowie die Beeinträchtigung der Lebensqualität ging. Befürchtet wurden besonders die Auswirkungen des Infraschall. Dieser wird zwar nicht laut wahrgenommen, beeinträchtigt bei geringer Entfernung uns Menschen sehr und kann zu Krankheiten führen. Laut einer Studie des Bundesumweltministeriums sollte der Abstand zur Bebauung mindestens 2000 Meter betragen. Auch die blinkenden Warnleuchten sind störend und können zu dauerhaften Stresserkrankungen führen. Weiterhin wurde auf die Schallwirkung der Rotorblätter bei Wind aus Nordost bis Südost, die Schattenwirkung, die Beienträchtigung des Landschaftsbildes und vieles mehr hingewiesen. All diese Einwendungen haben die Gäste aus Hannover nicht veranlasst, Zusagen zur Änderung ihres Planes zu geben. Sie wollten sich später von Anlagebetreibern und Landeigentümer bei einem Abstand von 2000 Metern nicht vorwerfen lassen, mit der großen Entfernung im RROP das Aufstellen neuer WA verhindern zu wollen.
Nach der Verabschiedung der Gäste entwickelte sich eine Diskussion mit dem Ziel, die Rücknahme der Erweiterungspläne zu fordern. Dazu wurden erörtert:
- Möglichkeit der Einzeleinwendung durch Privatpersonen,
- Unterschriftenaktionen in Lüdersen,
- Bürgerinitiative gründen und
- Region und Regionsversammlung aufzufordern, das RROP zu korrigieren.
Die Einwände der Bürger gegen das geplante Vorranggebiet
können bis zum bis zum 17. August bei der Region eingebracht werden. Sie können mit Namen und Adresse per Post geschickt werden an die Region Hannover, Team Regionalplanung, Höltystraße 17, 30171 Hannover, oder als E-Mail an die Adresse Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!.

Günter Fahlbusch


weitere Links zu Internetseiten

Landschaftsbild:
http://www.ulrich-richter.de/
http://kobra.bibliothek.uni-kassel.de/bitstream/urn:nbn:de:hebis:34-2008031720776/1/DieVerwissenschaftlichungKulturellerQualitaet.pdf

allgemein:
http://www.windkraftgegner.de/
http://www.windwahn.de/index.php/wissen/hintergrundwissen/argumente-gegen-windkraft.html
http://www.epaw.org/contact.php?lang=de
http://www.alternative-stromerzeuger.de/nachteile-von-windenergie/
http://0-strom.de/green/ethische-regeln-fuer-alternative-energien/argumente-gegen-windkraft-raeder-und-windparks.html
http://gegenwind-sh.de/
http://www.buerger-fuer-eggebek.de/downloads/wkaiavg175.pdf
http://www.focus.de/wissen/technik/tid-26814/energieversorgung-welche-chancen-hat-die-windenergie-in-deutschland-kritikpunkt-5-windstrom-ist-wirtschaftlicher-unsinn_aid_794925.html
http://www.welt.de/wirtschaft/article157308299/In-Deutschland-dreht-sich-der-Wind-gegen-die-Windkraft.html

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