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Calenberg, die Welt und die Reformation

Als Luther 1517 die 95 Thesen verbreitete, griff Europa auf die Welt hinaus und die Welt wirkte auf Europa zurück – und das seit 25 Jahren! Luthers Thesen waren nicht „die“ Reformation. „Reformatio“, also notwendige Veränderungen in Kirche und Gläubigkeit, ja in Staat und Wirtschaft wurden in Europa bereits im Jahrhundert zuvor diskutiert. Humanismus, Renaissance und europäische Expansion wirkten bis in den Alltag hinein. Erst Mitte des 17. Jahrhunderts konsolidierte sich die Glaubenssituation.

Unser hiesiges Gebiet lag mitten im Geschehen. Im bis vor die Tore von Hannover reichenden Fürstentum Lüneburg setzte sich der Fürst früh für die Reformation ein. Die Stadt Hannover wurde 1533 lutherisch und das Fürstentum Calenberg folgte 1540. Fürstin Elisabeth und Anton Corvin waren die Zentralfiguren. Die Calenberger Klöster blieben gar erhalten.

Prof. Dr. Carl-Hans Hauptmeyer ist der beste Kenner der hiesigen Regionalgeschichte und versteht es stets, auf fesselnde Weise allgemeine Entwicklungen mit lokalen Besonderheiten zu verknüpfen. Bis vor vier Jahren vertrat er das Lehrgebiet Regionalgeschichte an der Leibniz Universität Hannover.

Zum Reformationsjubiläum ein Geschenk des Fördervereins Bergdorf Lüdersen e.V. an unsere Kirchengemeinde: am Sonntag, 29. Oktober, 19 Uhr, spricht Prof. Hauptmeyer in der Lüderser St. Marienkirche zum Thema „Reformation? Die Welt, das Reich, das Calenberger Land – und Luther“.

Lesecaf 23 02 2017

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